Presse-Information

Zwischenbericht H1 – 2009/10 (1. Oktober 2009 – 31. März 2010)

DOUGLAS-Gruppe weiter auf Kurs

  • Umsatzentwicklung per Ende April (inkl. Ostergeschäft) um 2,8 Prozent über Vorjahr
  • Solide Entwicklung im 1. Halbjahr 2009/10 (1. Oktober 2009 bis 31. März 2010)
    • Umsatz steigt um 3,2 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro
    • Ergebnis vor Steuern (EBT) bei 136,3 Millionen Euro
  • Prognose für Geschäftsjahr 2009/10 konkretisiert:
    • Umsatzwachstum am oberen Ende der Bandbreite von 0 bis 2 Prozent
    • Ergebnis vor Steuern (EBT) am oberen Ende der Bandbreite von 120 bis 130 Millionen Euro

Hagen, 11. Mai 2010 – Die DOUGLAS-Gruppe hat sich in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld gut behaupten können und ist weiter auf Kurs. Nach Ablauf der ersten sieben Monate des Geschäftsjahres 2009/10 (1. Oktober 2009 bis 30. April 2010) – dieser Betrachtungszeitraum neutralisiert die Verschiebung des Ostergeschäftes – stiegen die Umsätze um 2,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Fläche konnte das Vorjahresniveau erreicht werden.

In Deutschland stiegen die Umsätze per Ende April um 3,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Erfreulicherweise nahmen die Umsätze im Inland auch auf vergleichbarer Fläche um 1,2 Prozent zu. Im Ausland legten die Umsätze um 1,6 Prozent auf knapp 720 Millionen Euro zu; auf vergleichbarer Fläche ergab sich im Ausland allerdings ein Minus von 2,4 Prozent.

„Wir sind mit unserer Entwicklung in den ersten sieben Monaten insbesondere in unserem wichtigen Heimatmarkt Deutschland recht zufrieden. Auch wenn uns in einigen Auslandsmärkten der Wind weiterhin kräftig ins Gesicht bläst, sind wir zuversichtlich, auch in diesem Geschäftsjahr die gesteckten Ziele erreichen zu können“, kommentierte Dr. Henning Kreke, Vorsitzender des Vorstandes die heute vorgelegten Zahlen der DOUGLAS HOLDING AG.

Prognose
Bislang wurde ein Umsatzwachstum zwischen 0 bis 2 Prozent und ein Ergebnis vor Steuern von 120 bis 130 Millionen Euro prognostiziert. Auf Basis der recht ordentlichen Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten sieben Monaten geht der Vorstand nunmehr davon aus, das obere Ende der Umsatz- und Ergebnis-Bandbreite erreichen zu können.

Entwicklung im 1. Halbjahr 2009/10 (1. Oktober 2009 bis 31. März 2010)
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 (1. Oktober 2009 - 31. März 2010) hat die DOUGLAS-Gruppe den Nettoumsatz um 3,2 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert. Diese gute Entwicklung wurde zum einen dadurch begünstigt, dass das diesjährige Ostergeschäft nahezu komplett ins zweite Berichtsquartal fiel, wogegen es im Vorjahr hauptsächlich ins dritte Berichtsquartal einfloss. Zum anderen ist zu berücksichtigen, dass die Umsätze des Online-Buchhändlers buch.de internetstores AG seit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung am 1. Dezember 2009 vollkonsolidiert werden. Aber auch auf vergleichbarer Fläche – hierbei werden nur die im Berichts- und Vergleichszeitraum bestehenden Fili¬alen betrachtet – stiegen die Umsätze erfreulicherweise um 0,5 Prozent. Auch hier konnte die schwache Nachfrage in einigen Auslandsmärkten durch die solide Umsatzentwicklung in Deutschland kompensiert werden.

Dazu Dr. Henning Kreke: „Wie bereits schon in 2009 zeigt sich jetzt einmal mehr, wie wichtig und richtig es war, dass wir bei aller Auslandseuphorie unseren Heimatmarkt nie aus den Augen verloren haben.“

In Deutschland stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr um 3,9 Prozent. Mit 1,9 Prozent lagen auch die Umsätze auf vergleichbarer Fläche erfreulicherweise ein gutes Stück über dem Vorjahresniveau. Im Ausland stiegen die Umsätze insgesamt um 2,0 Prozent. Auf vergleichbarer Fläche führte die weiterhin schwierige konjunkturelle Situation in einigen Auslandsmärkten aber zu einem Umsatzrückgang um 2,0 Prozent.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte im ersten Halbjahr eine Höhe von 136,3 Millionen Euro nach 111,1 Millionen Euro im Vorjahr. Neben der Osterverschiebung hat der einmalige Bewertungseffekt aus der Neubewertung der bisher gehaltenen Aktien an buch.de in Höhe von 6,1 Millionen Euro zum Anstieg beigetragen. Darüber hinaus war das Vorjahresergebnis in Höhe von 12 Millionen Euro durch die geplante Bereinigung des Filialnetzes sowie durch Kosten im Zusammenhang mit der Schließung des AppelrathCüpper-Modehauses in Berlin belastet. Das um die Sondereffekte bereinigte EBT belief sich auf 130,2 Millionen Euro nach 123,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) des DOUGLAS-Konzerns verbesserte sich vor allem durch die Osterverschiebung und des Einmaleffektes aus der bilanzierungstechnisch vorgeschriebenen Neubewertung der bisher gehaltenen Aktien an buch.de von 178,1 Millionen Euro auf 202,2 Millionen Euro.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 wurde ein Konzernüberschuss von 91,4 Millionen Euro nach 74,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erzielt. Entsprechend verbesserte sich das Ergebnis je Aktie auf 2,32 Euro nach 1,90 Euro im Vorjahr.

Das Investitionsvolumen erreichte bis zum Ende des Berichtzeitraumes 45,5 Millionen Euro nach 67,4 Millionen Euro im Vorjahr. Investiert wurde in insgesamt 49 Neueröffnungen (Vorjahr: 68 Filialen) sowie in Flächenerweiterungen und die Modernisierung des Filialnetzes. Der größte Geschäftsbereich Parfümerien eröffnete im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 31 neue Fachgeschäfte (Vorjahr: 55), davon 26 im Ausland (Vorjahr: 48).


Umsatzentwicklung in den Geschäftsbereichen

Die Umsätze der 1.207 Douglas-Parfümerien stiegen im ersten Halbjahr um 1,5 Prozent auf über 1 Milliarde Euro. Auf vergleichbarer Fläche konnte das ordentliche Abschneiden in Deutschland die schwache Umsatzentwicklung im Ausland nur zum Teil kompensieren, sodass die Vorjahresumsätze insgesamt leicht um 0,6 Prozent verfehlt wurden.

Die 446 inländischen Parfümerien entwickelten sich auch aufgrund des früheren Ostergeschäftes weiterhin zufriedenstellend. Sie erzielten Umsätze in Höhe von 518,5 Millionen Euro. Das entspricht einem Umsatzplus von 2,8 Prozent und auf vergleichbarer Fläche von 1,8 Prozent. Mit dieser im Branchenvergleich guten Entwicklung konnte Douglas seine führende Marktposition in Deutschland weiter ausbauen. Die 761 ausländischen Douglas-Parfümerien erreichten Umsätze in Höhe von 516,4 Millionen Euro und verzeichneten damit ein Umsatzplus von 0,3 Prozent. Angesichts des nach wie vor schlechten Konsumumfeldes in vielen Auslandsmärkten ging der Umsatz auf vergleichbarer Fläche jedoch um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Umsatzzuwächse der Douglas-Parfümerien in Polen, Italien und Frankreich konnten die Umsatzrückgänge im Baltikum, in Spanien, Ungarn und Portugal nicht ausgleichen.

Im Buchbereich erzielte die Thalia-Gruppe einen Umsatzanstieg von 9,3 Prozent auf fast 500 Millionen Euro (vergleichbar: 2,0 Prozent). Darin enthalten sind auch die Umsätze von buch.de, die seit 1. Dezember 2009 vollkonsolidiert werden. Die 288 Thalia-Buchhandlungen steigerten die Umsätze um 1,0 Prozent. Auf vergleichbarer Fläche konnte das Vorjahresniveau erreicht werden. Thalia konnte sich in einem schwierigen Marktumfeld gut behaupten, auch weil sich das Unternehmen mit seiner Multichannel-Strategie frühzeitig auf die zunehmende Verschiebung des Geschäftes in Richtung Online-Handel eingestellt hat.

In Deutschland erzielte Thalia (inkl. buch.de) eine Umsatzsteigerung um 8,9 Prozent auf über 380 Millionen Euro (vergleichbar: 1,8 Prozent). Die 232 inländischen Buchhandlungen steigerten die Umsätze um 0,3 Prozent (vergleichbar: -0,7 Prozent). Im Ausland stiegen die Umsätze (inkl. buch.ch) um 10,5 Prozent auf 116 Millionen Euro (vergleichbar: 2,6 Prozent). Die Umsätze der 56 Thalia-Buchhandlungen in Österreich und der Schweiz erhöhten sich um 3,4 Prozent (vergleichbar: 2,2 Prozent). Dieser positive Trend ist insbesondere auf die gute Umsatzentwicklung in Österreich zurückzuführen.

Die 203 Christ-Fachgeschäfte steigerten ihre Umsätze um 2,9 Prozent auf rund 174 Millionen Euro. Erfreulicherweise übertraf Christ auch auf vergleichbarer Fläche die Vorjahresumsätze deutlich um 3,9 Prozent. Damit konnte Christ auch dank der erfolgreichen Exklusiv- und Trendmarkenstrategie die gute Entwicklung fortsetzen.

In einem anhaltend schwierigen Branchenumfeld verzeichneten die 14 AppelrathCüpper-Modehäuser auf vergleichbarer Fläche einen Umsatzrückgang um 1,8 Prozent. Der Umsatzrückgang um insgesamt 9,3 Prozent auf 64,6 Millionen Euro ist vor allem auf die Schließung der Filiale in Berlin zurückzuführen, deren Umsätze im Vorjahr noch bis Ende Januar enthalten waren.

Trotz zahlreicher Schließungen im Zuge der Filialnetzoptimierung erzielten die 260 Hussel-Confiserien dank eines ordentlichen Ostergeschäftes einen Umsatzanstieg um 1,8 Prozent auf 62,1 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Fläche erhöhten sich die Umsätze sogar um 2,3 Prozent.

Ausblick
Die DOUGLAS-Gruppe ist gut aufgestellt, verfügt über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und wird ihre strategische Ausrichtung beibehalten. Ziel ist es, weiter profitabel zu wachsen und die Position als führende europäische Lifestyle-Gruppe im Handel zu festigen und auszubauen. Neue Märkte werden im laufenden Geschäftsjahr nicht erschlossen. Vielmehr sollen die guten Marktpositionen von Douglas, Thalia, Christ, AppelrathCüpper und Hussel in Bezug auf Service, Qualität und Ambiente weiter ausgebaut werden. Dafür steht im Geschäftsjahr 2009/10 insgesamt ein Investitionsvolumen von bis zu 120 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Löwenanteil der Investitionen fließt in das weitere wertorientierte Wachstum der Douglas-Parfümerien. Insgesamt sind europaweit rund 40 Neueröffnungen geplant, wobei die Expansionsschwerpunkte in Italien und Polen liegen. Darüber hinaus sollten die Douglas-Parfümerien in Deutschland von den Ende Mai startenden Aktivitäten rund um den 100. Geburtstag der ersten Parfümerie am Hamburger Neuen Wall profitieren. Im Sortimentsbereich steht europaweit der Ausbau der Exklusiv- und Eigenmarken im Vordergrund.

Die Thalia-Gruppe wird ihre marktführende Position im deutschsprachigen Raum durch die Eröffnung von fünf bis zehn Buchhandlungen, zahlreiche Modernisierungen und die konsequente Umsetzung der Multichannel-Strategie festigen. Es gilt, sich im Spannungsfeld zwischen gedrucktem Buch und dem Trend zur Digitalisierung optimal aufzustellen. Ein weiteres gelungenes Beispiel für die stationäre Umsetzung dieser Multichannel-Strategie ist die Anfang Mai auf dem Dortmunder Westenhellweg eröffnete neue Thalia-Buchhandlung. Dort sind Elemente des stationären und des Online-Buchhandels kundenorientiert miteinander verknüpft: Klassische Bücherregale und Lesetische auf der einen Seite; Touchscreens, Hörduschen und Internetzugang auf der anderen Seite.

Im Geschäftsbereich Schmuck will Christ weiter aus eigener Kraft profitabel wachsen und seine marktführende Position in Deutschland weiter stärken. Dazu sind bis zu zehn Neueröffnungen und zahlreiche Modernisierungen geplant. Außerdem wird die Servicekompetenz und der erfolgreiche Sortimentsbereich der Exklusiv- und Eigenmarken weiter ausgebaut.

Bei AppelrathCüpper ist die Umstellung auf besseren Service, modernere Sortimente und ein zeitgemäßes Merchandising weitestgehend abgeschlossen. Jetzt liegt die große Herausforderung darin, diese Neuausrichtung richtig und schnell bekannt zu machen. Alles in allem ist AppelrathCüpper auf gutem Wege und sollte von der allseits erhofften Belebung der Textilbranche überproportional profitieren.

Hussel möchte seine Kunden weiter mit Qualität in Sortiment und Service begeistern. Darüber hinaus geht Hussel in der Ladengestaltung neue Wege. Bei den aktuellen Neueröffnungen und den anstehenden Modernisierungen wird ein neues Konzept umgesetzt, das stärker auf schokoladig-anmutende Brauntöne setzt und die hochwertigen Confiserie-Produkte von Hussel noch besser zur Geltung bringt.

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